Plattdüütsch


Wi snackt platt.
 

Plattdeutsch ist so eine schöne Sprache. Ich kann zwar leider selber kein Platt sprechen, aber verstehen kann ich es ganz gut. Nun möchte ich hier eine Aktion starten - Platt für Anfänger... ;-) Anfangen möchte ich mit einigen plattdeutschen "Übersetzungen". Jeder kann mitmachen. Schickt mir Eure - Wi snackt platt - Sprüche, Wörter etc. Ich werde sie sofort hier einbauen. Viel Spaß.

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A

Alkoven
 
So hießen früher die Wandbetten, in denen man zumeist im Sitzen schlief.
 
  Apteeker Leewer tu a beker üüs tu a apteeker - Lieber zun Bäker als zum Apotheker.
 
B Bagaluten Scherzhafte Bezeichnung für böse Jungs, Schlawiner, Lumpen oder Spitzbuben.

 

  Bangbüx 
 

Der Ausdruck bezeichnet einen Feigling, der "die Hosen gestrichen voll hat"
 

  beigehen "Ich geh da mal bei." Dieser Spruch heißt so viel wie "Ich mache das mal fertig."
 

D Döns 
 

Das war früher die tägliche Wohnstube in einem Bauernhaus und einer Kate.

  Dröhnbüdel So nennt man eine Schlafmütze, einen Langweiler.
 
E eisch Kleine Kinder galten als "eisch", wenn sie ungehorsam und unartig waren.
 
F Fisematenten "Maak man keen Fisematenten" - Mach mal keine Dummheiten.

 


G gnatschig "Gnatschig sein" beizeichnet einen Gemütszustand, der vor allem bei Kleinkindern nicht ungewöhnlich ist - übellaunig, quengelig sein.
H Hol die fuchtig Das ist ein Abschiedsgruß mit dem Wunsch "Bleib´gesund, halt dich frisch."
  Hoppetutz Das hochdeutsche Wort "Frosch" heißt auf plattdeutsch "Hoppetutz".

 

  Hungerhaken Dies ist eine Bezeichnung für einen sehr dünnen Menschen.

 

J Jööl, Jul, Jül So bezeichnet man auf Friesisch nach nordischem Vorbild Weihnachten.
 

K kandidel, überkandidelt "Kandidel" bedeutet "vergnügt, lustig, munter, gut aufgelegt".
 
  klönen Wenn Menschen gemütlich miteinander plaudern dann klönen sie. ;-)
 
L labberig Dieses Wort klingt wie ungetoastetes Toastbrot oder fades Bier und bedeutet "shcwach, geschmacklos, breiig".

 

M Muurmann Der Maurer gehört zu den alten handwerklichen Berufen.

N Nis Puk So heißt die wohl bekannteste nordfriesische Sagengestalt, ein Hauskobold.
 
O Odde Landspitze oder Vorsprung, zum Beispiel Hörnum-Odde; das Wort stammt aus dem Dänischen.

 

P Pesel ist die beste Stube eines nordfriesischen Hauses.
  Plattdeutsch Das ist die Sprache immer noch vieler Menschen im norddeutschen Sprachraum, vor allem in Schleswig-Holstein.

Q Queek Quecke mögen alle Gärtner und Landwirte am wenigsten, weil dies Unkraut den Boden schnell (quick)durchwurzelt.
R Rode Grütt Fruchtsaft oder ganze Früchte werden mit Zucker zum Kochen gebracht und angedickt - Rote Grütze.

 

  Rükelbusch Damit meint man im Plattdeutschen einen Strauß duftender Blumen.

 


S Schapptüüch Gemeint ist damit die gute Sonntagskleidung.
von Carsten

 

  Schüffel "In de Schüffel gahn" (wörtlich: In die Schaufel gehen). Dieser Spruch bedeutet: Jetzt wird es Zeit zum Spaten zu greifen.

 

  Stuten Bei "Stuten" denken wir nicht an Pferde, sondern an Weißbrot, ein Brot aus Weizenmehl.

 

T Tote Tante ist ein beliebtes Getränk auf der Insel Föhr. Es besteht aus Kakao mit Rum und Sahhnehaube.

 

U Ulitz nennt man einen Menschen, der den Schalk im Nacken hat.

V Vertun Ist eine Angelegenheit eindeutig, und jemand will sich wortreich herausreden, macht man ihm unmissverständlich klar, dass es kein vertun gebe - derjenige hat sich vertan, verrechnet.
W Wat mutt, dat mutt! Gemeint ist damit, dass eine Sache oder Angelegenheit unaufschiebbar ist.
Z zu Fuß geben Das sagt man zum Beispiel am gedeckten Tisch, wenn einem ein Stück Brot und nicht der ganze Korb gereicht werden soll.

Dies sind die ersten plattdeuschen Wörter, Sprüche, Lebensweisheiten... Mit eurer Hilfe möchte ich diese Rubrik gerne weiter ausbauen. Die Idee entstand durch unsere Tageszeitung - Landeszeitung, die ersten Beispiele stammen aus dem Buch "So spricht Schleswig-Holstein".